Es gibt für alles ein „Erstes Mal“ …

…und wie ich erkannte, dass ich eine Jägerin und Strategin bin, die mit möglichst wenig Aufwand schnell zum Ziel kommen möchte!

Mit 16 Jahren hatte ich mein „Erstes Mal“ mit einem Jungen aus meiner Schule, in den ich so abgöttisch verknallt war, den ich zum Mann meiner Träume, zum Prinzen auf weißem Pferd auserkor. Es war unglaublich aufregend und dramatisch, denn viele Monate warb ich um ihn mit allen mir bekannten Mitteln. Sogar meine beste Freundin half mit allen Kräften mit. (Rückblickend kann ich sagen: Ich wollte einfach auf Teufel komm raus unbedingt eine Beziehung! Und Sex! Und er war jemand, bei dem ich glaubte, eine Chance zu haben. Nüchtern gesagt, war er zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Daher hielt diese Beziehung gerade einmal zwei Monate. Wenn man es überhaupt Beziehung nennen kann.)

Mit 17 Jahren hatte ich meine erste längere Beziehung. Auch hier half meine Freundin kräftig mit, denn ich hatte nach der Trennung so viel Liebeskummer, dass sie es eines Tages nicht mehr aushilft und sagte: „Hazel, Du bist jung, hübsch und schlau. Es wäre doch gelacht, wenn Du keinen passenden Partner finden würdest!“ Sie meldete mich im Internet in einem Dating-Portal an. Kurz darauf chattete ich mit einem gut aussehendem Türken. (Auch hier war ich sehr strategisch: Ich wollte meinen Ex-Freund endlich gedanklich los werden und nicht mehr meinen dramatischen, romantischen, melancholischen Gedanken hinter her hängen. Auch hier habe ich ohne groß zu überlegen schnell Nägel mit Köpfen gemacht, habe ihn Zuhause besucht und mit ihm Sex gehabt.) Dies war auch eine Zeit der jugendlichen Rebellion und ich wollte auf eigenen Beinen stehen. Daher habe die Gelegenheit genutzt und bin nach vier Monaten bei ihm eingezogen. Nach und nach merkte ich, dass wir aus unterschiedlicheren Welten nicht hätten kommen können: Ich aus einer behüteten Familie, ländlich aufgewachsen und er aus einem sozialen Milieu, von dem ich nicht mal eine leise Ahnung hatte. Dies führte zu erbitterten Kämpfen, auch wenn er mich wirklich liebte und unsere Zuneigung wuchs.

Er zeigte mir das erste Mal in meinem Leben einen Porno, den ich ehrlich gesagt ziemlich abstoßend fand!

Die unterschiedlichsten Lebensvorstellungen prallten aufeinander. Eines Tages sagte mir eine Freundin meiner Mutter, dass sie spüre, dass ich mir sehnlichst wünsche Kinder zu haben und ob ich mir vorstellen könne, dass seine Eltern die Großeltern meiner Kinder werden. BAM – dies traf den Nagel auf den Kopf und öffnete mir die Augen. Dies wäre ein grauenhafter Albtraum geworden!!!

Mein Kinderwunsch wuchs und wuchs und in einem Moment der grollenden Wut über meinen Ex-Freund, trennte ich mich von ihm, ging in einer Schul-Freistunde in ein Internetcafé und besuchte seit langer Zeit einmal wieder das Datingportal, auf dem meine Schulfreundin mich damals angemeldet hatte. BAM – ich fand nur einen einzigen Mann, der 1. fehlerfrei Deutsch schreiben konnte, der 2. überhaupt einen Text über sich verfasst hatte, der 3. ein nettes Foto hochgeladen hatte. Ich schrieb ihn sofort an und nachdem ich erfahren hatte, dass er einige Kilometer von meinem Geburtsort entfernt geboren ist, fragte ich ihn, ob er Kinder wolle. Dies beantwortete er mit einem klaren „Ja!“ und sofort stand mein Entschluss fest: Ihn möchte ich treffen! (Auch hier erkenne ich rückblickend das Muster einer Jägerin, einer Strategin, die mit möglichst wenig Aufwand zum Ziel kommen möchte!)

To be continued…

 

 

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