11. „Schatz, ich hasse diesen Kontrollverlust…

 

…heute wieder bei der Arbeit. Ich bin fertig. Ich kann damit einfach nicht umgehen, wenn ich nicht weiß was passiert und wenn alles mögliche um mich herum geschieht, Entscheidungen gefällt werden, ohne dass ich einen Einfluss darauf nehmen kann.“ Andy Singer, 21.2.2018, 19 Uhr

Das mit der Kontrolle ist so eine Sache habe ich bis jetzt in meinem Leben gelernt: Der entscheidende Unterschied ist, dass man Abläufe und Systeme kontrolliert und nicht die Menschen um einen herum. Denn Kollegen mögen das nicht so gerne. Zumindest bei der Arbeit. Auch Freunde und Familienmitglieder mögen es bekanntlich nicht so gern bevormundet und kontrolliert zu werden. Zumindest im Alltag. Aber es soll ja für alles einen passenden Rahmen geben. Also antworte ich ihm:

„Schatz, ich denke in To-Do-Listen und kenne das so gut. Bin ein ziemlicher Kontrollfreak. Ich möchte „oben auf“ sein, fühle mich einfach sicher, wenn alles geplant abläuft und am allerbesten nach MEINEM Plan.“ Könnte es sein, dass wir genau aus diesem Grund besonders auf BDSM stehen? Esther Perel, eine bekannte Amerikanische Paartherapeutin sagte einmal in ihrem TED-Talk:

„Nachts machen uns genau die Dinge an, gegen die wir tagsüber demonstrieren.“ Das erleben wir auch gerade so. Es entsteht Erotik dadurch, dass wir nachts genau in die gegenteilige Rolle schlüpfen, die wir tagsüber im Alltag spielen. Aus unscheinbar und brav wird auffällig, laut und versaut, aus sanftmütig wird aggressiv und Manager erleben die höchste Lust als hingebungsvolle Sklaven.

…und den Rahmen für unsere Leidenschaft für Kontrolle bietet uns letzte Nacht unser Schlafzimmer. Ganz dezent, ganz unauffällig haben sich unsere Dämonen wieder in unser Bett geschlichen. Sie sind unter die Decke gekrochen und haben Lust gerochen…

Still und heimlich bewegt sich meine Hand in Richtung meines Mannes, streichelt seinen Bauch, rutscht langsam etwas tiefer und gleichzeitig raune ich ihm ins Ohr: „Immer nur nehmen funktioniert nicht. Wir sind gerade etwas aus dem Gleichgewicht im Sex-Leben geraten. Ich liebe es Dir Lust zu bereiten und Dich zu verwöhnen aber heute möchte ich auch zum Zug kommen. Entweder Du kümmerst Dich jetzt anständig um mich oder ich werde Dich das nächste Mal erst heftig bestrafen müssen und Dich dann so lange für mich alleine benutzen, bis ich in vollen Zügen alle Facetten der Lust erlebt habe.“ Diese Worte haben unheimliche Auswirkungen auf die Größe seines Schwanzes. Ich unterbreche meine Bewegung und sage weiter: „Wie soll ich Dich richtig bestrafen, wenn Dich schon das Wort „Bestrafung“ geil macht?“

Wir müssen lachen und jetzt ist das Eis gebrochen. Meine Worte sind der Auftakt für einen wundervollen, hocherotischen Tanz, bei dem wir beide führen und nachgeben, geben und nehmen.

In einem Moment dominiert er mich, macht mich ganz verrückt mit seinen Worten aber hält seine warme Hand schützend und still über meine Muschi. „Ich werde Dich jetzt tagelang so berühren und Deine Lust immer mehr steigern, bis Du dann auf einer Party oder im Club mit anderen zusammen zum Höhepunkt kommen darfst. Vorher lasse ich Dich nicht. Dann kannst Du nicht anders als Dich vor Erregung und Geilheit hinzugeben und Dein Verstand bleibt völlig auf der Strecke.“ Ich winde mich unter seinen Händen und kurz darauf grinse ich breit. Ha, von wegen! Als würde er es schaffen das durchzuhalten! „Das glaubst Du ja selbst nicht. Wenn Du es mir nicht besorgst, habe ich genug Möglichkeiten mir zu holen was ich brauche. Abhängig von DIR bin ich so wie so nicht.“ Und jetzt bringe ich ihn um den Verstand, in dem ich seine geheime Fantasie ausspreche. „Ich könnte ja auch eine Frau zu uns nach Hause in die Badewanne einladen und wir uns gegenseitig einschäumen und mit den Händen verwöhnen. Du kommst überhaupt nicht zum Zug. Wenn überhaupt, darfst Du vielleicht zusehen….“ Während meiner Worte halte auch ich inne und lasse ihn völlig in diesen Bilder versinken, höre ihn stöhnen, spüre ihn an mich drängen. Oh, wie liebe ich es diese Macht über ihn zu haben und jetzt werden wir ja mal sehen, wer hier gewinnt. Wir führen uns geistig gegenseitig in dunkle Nebenzimmer und auf abgelegene Pfade unserer Fantasien. Wir lachen zusammen, schmunzeln, stöhnen, küssen und verwöhnen uns gegenseitig mit all unserem handwerklichen Geschick.

„Schatz, ich liebe ich diesen Kontrollverlust! Ich liebe was Du mit mir macht, was wir gerade erleben!“, rufe ich irgendwann und grinse vor Glück in die Dunkelheit.

Kurze Zeit später erreiche ich einen bestimmten Grad der Erregung und mein Verstand verabschiedet sich. Mein ganzer Körper bebt, jede dunkle Ecke meiner Fantasie ist ausgeleuchtet und diese Kombination lässt mich jetzt so brennen, dass es kein Zurück mehr gibt. Ich bettle meinen Mann an und wünsche mir nichts sehnsüchtiger als diesen Höhenflug zu Ende zu erleben. Er gewährt es mir. Eine unglaubliche Energie, eine Wucht ergreift mich und gefühlte Minuten lang verlassen mich grelle, laute, lustvolle Schreie, wie sie die Nachbarn wahrscheinlich selten vernommen haben. Kurz darauf bin ich heiser und glücklich und sehr dankbar. „Und jetzt kommst Du dran, Andy!“, und spüre wie sich mein Unterleib erneut vor Lust zusammen zieht. „Ich bin bereit gefickt zu werden.“

Let the naughty night shift beginn once again…

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Schön heiß…………..wahre, mentale Spiele der Lust 🙂

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