14. Mein erstes erotisches Fotoshooting

„Du willst doch gefickt werden, oder?“, tönt eine laute Männerstimme aus der Dunkelheit. WIE BITTE? Einen kurzen Moment erstarre ich, denn mit solchen Worten habe ich nicht gerechnet und das zu sagen ist für meinen Geschmack leicht grenzwertig. Nein, momentan möchte ich das absolut nicht!

Zwei Stunden vorher…

Es ist Donnerstag früh und ich sitze im Auto und trommele nervös mit den Fingern auf das Lenkrad. So gefällt mir das alles überhaupt nicht: Ich bin viel zu spät dran, stehe im Stau, weiß nicht wo ich an dieser stark befahrenen Straße parken soll. Das ist nicht meine Art! Außerdem bin ich schon seit Tagen aufgeregt, es ist wärmer als erwartet und ich schwitze.

Dies soll mein erstes erotisches Fotoshooting mit einem fast „fremden“ Mann, den ich über die Fotografensuche bei Joy-Club kennen gelernt habe werden. André ist ein gut aussehender, blonder Mann Ende Dreißig und wir haben uns einmal kurz auf einen Kaffee getroffen. Vor meiner Ankunft nehme ich mir fest vor: Es geht zwar um Erotik aber Du arbeitest professionell, so wie Du es immer tust! Benimm Dich so wie bei jedem anderen Job auch. Du hast es gelernt!

Endlich habe ich es geschafft und André steht schon am Eingang bereit. Nach einer kurzen Begrüßung zeigt er mir das Studio: Es läuft leise Musik und wir sind völlig ungestört. Ich fühle mich wie vor einem Auftritt, habe Lampenfieber und diesmal gemischt mit einer kleinen Prise Scham. Zwar fühle ich mich sehr wohl in meinem Körper und bin keine Zimperliese, aber ein bisschen mulmig ist mir dennoch zumute. Eine halbe Stunde später legen wir los. Ich liebe es vor der Kamera zu stehen. Mir fällt in jeder Lage etwas ein und es macht so viel Spaß zu Posen.

Schnell merke ich: André ist Profi, hat so viel Erfahrung in der Erotik-Fotografie und weiß was er tut. Weder starrt er mich an, noch berührt er mich ohne mein Einverständnis. Er ist sehr respektvoll und bemüht, dass ich mich wohlfühle.

Ich sitze lasziv in Mitten eines schwarzen großen Fotostudios umringt von drei sanft gelb-leuchtenden warmen Fotolampen. Es ist stockdunkel und ich höre nur seine Stimme: „Bleib genau so!“ Ich spüre wie mir langsam eine kalte Schweißperle den Arm herunter rinnt. „Nicht bewegen!“, sagt André wieder bestimmt.

Meine Gelenke brennen langsam. Ich kann die Position kaum noch halten, daher bewege ich mich etwas. Das gefällt ihm garnicht und etwas forsch sagt er: „Du machst nur das was ICH Dir sage!“

Ein Schauer überkommt mich…  Ich bin so gerne Prinzess of Command, daher fällt es mir schwer nachzugeben. Aber irgendetwas daran gefällt mir. Mein Herz pocht vor Adrenalin. Gleich gibt er die nächste Anweisung: „Jetzt verführ mich mit Deinem Blick!“

Nach der ersten Stunde wechsele ich das Outfit und wir wählen schwarze Strapsen, Strümpfe, High Heels und ein auffälliges Rüschenjäcken aus. Nachdem alle Lichter passend eingestellt sind, lege ich wieder los und suche eine gute Position. Ich setzte mich zuerst mit gespreizten Beinen auf die Armlehnen eines pompösen Sessels. Filmriss: Vor meinem inneren Auge erscheint eine schwarze Peitsche, die die Innenseite meines Oberschenkels entlang fährt. Mein Unterleib zieht sich schlagartig zusammen und ich muss mich konzentrieren, nicht die Fassung zu verlieren. Ich stöhne innerlich auf. Was war denn das? Woher kommt das auf einmal? Ich habe mir doch fest vorgenommen professionell zu arbeiten? Ich bin verwirrt. Diese permanenten, klaren Anweisungen sind so entspannend… und irgendwie erregend. Keine Zeit zum Nachdenken…

„Dieses Lied ist so sexy!“, höre ich André sagen. Ja, endlich taut auch er noch mehr auf! Darauf habe ich nur gewartet! „Mach es doch lauter“, sage ich und jetzt geht es gefühlt erst richtig los. Angespornt von Sätzen wie: „Zeig Deinen Po“. Er ist doch so schön! Ja, los, spiel mit mir!“, werde ich noch freier in den Bewegungen und traue mich sogar „oben ohne“ zu zeigen.

Ich liebe es in anderen Rollen zu versinken, mich hinzugeben und mich auf den Tanz mit dem Fotografen einzulassen. Stück für Stück wächst die Verbindung. Sämtliche Anspannung weicht von mir und ich lasse mich einfach treiben. Fühle mich wie in Trance… Die Zeit dehnt sich aus… Irgendwann kann ich nicht mehr unterscheiden, ob ich sanftes Stöhnen in der Musik oder von ihm hinter der Kamera höre. Oder ist das meine wachsende Erregung? Oder bilde ich mir das alles nur ein?

Um 12 Uhr ist alles vorbei. Genau dann, als wir hätten eigentlich noch zwei Stunden weiter machen können und langsam eingespielt waren. Doch in meinem Kopf fängt alles erst gerade an.

Ich sitze im Auto auf der Rückfahrt, atme tief durch und schließe die Augen. Und auf einmal durchfährt mich solch ein Lustschauer, dass ich den Kopf in den Nacken werfe, mir durch die Haare fahre und leise stöhne. Ich grinse breit. Da ist sie wieder, diese Flut der Lust, die jede Zelle meines Körpers durchströmt und die ich in letzter Zeit schon fast wieder vergessen hatte.

Die Autofahrt wird nicht einfach. Mein Kopfkino läuft in einer Tour und ich muss mich zusammen reißen, um den Verkehr im Blick zu behalten. Vor meinem inneren Auge spielen sich Fantasien ab, die ich mich kaum traue auszusprechen. Hätte André mir die Augen verbunden, sodass ich die Kontrolle ganz aufgeben müsste. Oder wäre ein völlig fremder Mann oder eine Frau, von hinten an mich getreten, hätte mich berührt, aufgefangen…Wer weiß, wie das alles weitergegangen wäre…  Jetzt wäre ich für fast alles bereit! Ja, jetzt will ich gefickt werden! 

Nachts gegen 00 Uhr liege ich nach einem langen, aufregenden Tag und nach einer vierstündigen Fortbildung endlich im Bett neben meinem Mann. Lasst uns die Nachtschicht beginnen. Die Fortsetzung folgt…

Danke an Passion Pix für das Foto:

https://www.joyclub.de/my/3820252.passion_pix.html

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