15. Mein Erstes Mal Sex zu Viert…

Seit sieben Tagen befindet sich mein Körper und Geist im gesamterregten Zustand. Meine Dämonen ahnen Tag für Tag mehr, dass sie kurz davor sind, aus dem Käfig heraus gelassen zu werden. Wie hungrige, gierige Löwen im Käfig, warten sie am Ausgang, drängen sie sich an die Gitterstäbe, weil sie wissen, dass sie bald Futter und Freilauf bekommen. Nachts träume ich von wilden Orgien und erotischen Erlebnissen, Tagsüber glühe ich vor Lust und habe Mühe den Alltag zu bewältigen.

Dann endlich ist es Samstag 22.30 Uhr. Andy und ich sitzen in einem gemütlichen und modernen Restaurant in München und haben ein Date. Ein Date mit einem Paar, das ich im JoyClub angeschrieben habe. „Verheiratet ein Date? Wie kann das gehen?“, denkst Du jetzt vielleicht. Doch genau so ist es. Andy und ich, seit 10 Jahren ein Paar, sitzen Arm in Arm auf einer Ledercouch und reden sehr viel. Reden hilft bekanntlich, wenn man aufgeregt ist. Und wir sind beide ziemlich aufgeregt.

So wie man es beim ersten Date eben ist: leichte Übelkeit, Bauchkribbeln, Vorfreude und gleichzeitig ein Hauch Ungewissheit, ob man da jetzt wirklich das richtige tut. Ich sage zu Andy, wohlwissend, dass ich ungern die Kontrolle aufgebe: „Ich glaube, wenn das später noch was werden soll, brauche ich einen Schnaps.“

Immer wieder sehe ich auf mein Handy, immer wieder kommen Menschen die Treppe hinauf und ich zucke kurz zusammen: „Sind das die beiden?“ Nach einer halben Stunde, die sich in Ewigkeit ausdehnt, ist es soweit: Leon und Nora kommen uns lächelnd entgegen. Mein erster Eindruck: sehr sympathisch. Sogar sympathischer als ich von den Fotos her gedacht hatte. Leon, ein blonder, etwas kräftigerer, 30-jähriger Mann, den man sofort ins Herz schließen muss wenn er grinst. Und Nora, eine brünette, zierliche, junge Frau, 25 Jahren alt, hat sexuell wahrscheinlich mehr ausprobiert und erlebt, wie manch einer in einem einzigen Leben nicht mal in den wildesten Träumen fantasieren mag. Schnell merke ich, wie erfahren beide sind und nach kurzer Begrüßung und kurzem Kennenlernen, kommen wir ziemlich schnell zur Sache. „Wie seid ihr dazu gekommen? Was gefällt Euch und was reizt Euch an BDSM? Was wünscht ihr Euch sexuell?“ Wie unkompliziert und offen man mit ihnen sprechen kann und ich glaube ihre Offenheit und Ehrlichkeit macht es uns einfacher.

Ich bin so überrascht, wie Andy sich in den Gesprächen mit den beiden öffnet, denn vor ein paar Monaten sagte er mir noch, dass er nicht so gerne mit anderen über solche Dinge rede. Ich bin unheimlich stolz auf ihn und kuschele mich verliebt an ihn. Dies sollte nicht die einzige Überraschung sein an diesem Abend…

Als sich auf einmal 10 Jugendliche in unsere Nähe setzten und neugierig unseren „bösen“ Gesprächen lauschen, beschließen wir uns ein Taxi zu nehmen und zu uns nach Hause zu fahren. Dies war vorab vereinbart: Wenn wir uns sympathisch sind, dürfen wir uns mit Bondage etwas ausprobieren und den großen „Spielzeugkoffer“ der beiden begutachten. Leon hat vorab klar gesagt, dass wir uns zu nichts gedrängt fühlen brauchen und genau so fühlt es sich auch an. Die beiden sind sehr einfühlsam und geduldig mit uns. Eine weitere Stunde lang trinken wir etwas Wein zusammen und sehen uns im Haus um. Einen Snaps möchte ich nicht, denn ich weiß, welche starke Wirkung das auf mich hat und ich halte stur an meiner Haltung fest, dass ich auch ohne Alkohol Spaß haben kann. Wir haben für unser Treffen in unserem schönen, großen Schlafzimmer unterm Dach extra einen Haken an den Holzbalken angebracht, falls jemand „aufgehängt“ werden möchte. Unsere drei Kinder haben wir für eine Nacht ausquartiert, worüber wir sehr dankbar sein werden, wie sich später zeigen wird.

Oben im Schlafzimmer angekommen, setzten wir uns zusammen gemütlich auf den Teppich und begutachten einen großen Haufen mit „Schätzen“. Jetzt wird Nora von Leon an den Armen und Füßen gefesselt und hinter dem Rücken zusammen gebunden. So legt er sie auf unser Bett. Wir sind nun dran und ich darf meinen Mann gleichermaßen fesseln. Hätte Leon mich nicht gefragt, hätte ich es eingefordert, denn ich kann es kaum erwarten. Ich lege einen Großteil meiner Kleidung ab und strecke ihm bereitwillig meine Hände entgegen. Endlich spüre ich dieses angenehme Gefühl des weichen Seils auf der Haut und mit jedem festzurren und verknoten, merke ich wie mein Körper etwas mehr entspannt. Als mein gesamter Oberkörper verknotet und meine Hände hinter dem Rücken verbunden sind, schiebt Leon mich Richtung Bett und fragt mich, wie ich eigentlich zu Frauen stehe. Ich beginne mich zu erklären, dass ich seit meiner Jugend eine Anziehung spüre aber noch keinerlei Erfahrung habe, doch er lässt mir wenig Zeit zum Reden. Nora liegt auf dem Rücken auf unserem Bett und Leon befiehlt mir, sie am Bauch zu küssen. Während dessen lässt er meinen Oberkörper etwas hinab und ich küsse vorsichtig ihre samtweiche Haut.

Es fühlt sich gut an, gleichzeitig dreht mein Verstand durch, denn ich weiß, dass es jetzt „ernst“ wird und wenn sich Andy`s und mein Wunsch nach „mehr“ erfüllen soll, liegt es einzig und allein an mir. Gebe ich nach, öffne mich und übergebe meiner Sinnlichkeit die Führung oder bleibt es beim „kontrollierten, gewohnten“. 

Im nächsten Moment bekomme ich eine Augenbinde über den Kopf gestreift und Nora spricht sanft: „Hier, dann fühlst Du noch mehr.“ Dies macht es mir leichter. Ich werde auf den Rücken gelegt und sofort beginnt Nora mich zu streicheln, zu küssen, zu berühren. Es fühlt sich gut an aber ich kann es noch nicht so richtig genießen. Meine Güte, wo soll das hinführen? Will ich das wirklich? Worauf lasse ich mich hier ein? Als nächstes probieren sie ein Metallrädchen über meinen Körper zu rollen. Einen „Minipizzaschneider“ mit abgerundeten Zacken. Kleine, kühle Metallzacken erkunden Millimeter für Millimeter meines Körpers. Ich bin hellwach, obwohl es sicher schon 2.30 Uhr ist. Die ersten leisen, vorsichtigen Laute entweichen meinem Mund. Es ist so unheimlich still und ich bin so nervös, wie vor einem großen Auftritt.

Leon: „Habt ihr hier eine Steckdose?“ Oh nein, was kommt jetzt? Ich versuche meine Anspannung mit tiefen Atemzügen etwas abzulegen. Auf einmal fühle ich ein heftiges Vibrieren zwischen meinen Beinen, welches sich im ganzen Unterleib ausbreitet. „Hazel, entspanne Dich, dann beginnt es sicherlich zu wirken.“ Doch die Vibration ist so heftig und ungewohnt, dass es mich nicht wirklich erregt, sonder beinahe weh tut. Und irgendwie setzt es mich unter Druck. Möchten jetzt alle, dass ich sofort am Anfang dieses Spiels zum Höhepunkt komme? Glücklicherweise bemerken Leon und Nora, dass es mir nicht so recht gefällt und brechen ab. Sie scheinen überhaupt ein super Team zu sein und ergänzen sich gut.

„Fasst mich einfach an“, sage ich und als ich viele sanfte, warme Hände an meinem ganzen Körper spüre, bin ich erleichtert und eine Welle der Erregung ergreift mich. Hm…viel besser!

Als nächstes probiert Leon eine Nippelklemme an meiner rechten Brust aus, doch ich schreie sofort entschieden „Aua!“, denn das halte ich nicht aus und dies hat garantiert nichts mit Lustschmerz zu tun. 

Was nun folgt, lässt sich kaum in Worte fassen und noch immer bebe ich vor Lust bei dem Gedanken an diese Nacht. Pure, unersättliche Lust und Gier übernehmen das Steuer und führen mich geradewegs in eine Welt, in der der Verstand friedlich ist, die Sinne hellwach und glasklar sind, das Ego aus dem Weg geht und nur noch einzig und allein dieser eine Moment zählt. Instinkte leben auf, Reflexe bestimmen die Reaktion und ich fühle mich so unglaublich frei!

Irgendwann verliere ich jegliches Zeitgefühl, fühle mich wie im Rausch. Mal zärtlich oder wild, mal liebevoll oder hart, wie leidenschaftliche Virtuosen ihre Instrumente mit aller Hingabe spielen, so fahren diese sechs Hände über jeden Millimeter meines Körpers. Ich winde mich stöhnend auf dem Bett hin und her. Ich bin entrückt vor wahrer Freude und Lust, jauchze innerlich viele Male auf, da ich genau das erlebe, was ich mir schon so lange wünsche. Ich liebe es, oh, ich liebe das alles! Sämtliche Szenen, die ich mir stundenlang in schlaflosen Nächten ausgemalt habe, erfüllen sich in nur zwei Stunden. Leon packt mich fest, wenn ich es brauche, er drückt mir das Kissen auf das Gesicht, wenn ich mich darin festkralle, er gibt mir seine Hand, spielt mit meinen Lippen, wenn ich Lust habe zu lecken, etwas zu lutschen. Im nächsten Moment wünsche ich mir sehnlichst einige Schläge auf den Hintern. Leon der Profi hat 10-jährige Erfahrung: Kraftvoll und langsam steigernd klatscht seine Hand auf meinen erhobenen Hintern, ein, zwei, drei, vielleicht vier Mal. Ich winde mich vor Lust und Schmerz und wimmere irgendwann: „Ich bin das nicht gewöhnt!“ Gleichzeitig genieße ich das Brennen und die Hitze in vollen Zügen und gebe mich mit lautem Stöhnen hin. Wie gut es tut, sich zu ergeben. Endlich, endlich ist mir jemand körperlich überlegen. Wie lange sehne ich mich schon danach! Befriedigung hat so viele Facetten wie es schillernde Farben gibt.

Und wenn ich versuche mich zu wehren, ihn mit beiden Beinen mit all meiner Kraft umklammere, lässt er mich etwas mit sich rangeln aber gibt mir den Widerstand, den ich suche. Es fühlt sich an, als würde sämtlicher Druck und sämtliche Anspannung von mir weichen, wie ein dampfender Teekessel, der zu kochen beginnt und dem der Deckel genommen wird: Plopp und der Dampf kann abziehen. Als würde meine Kämpfernatur endlich Ruhe geben, weil sie spürt, dass sie keine Chance hat. Und wenn ich zu frech werde oder gar versuche Leon zu dominieren, bekomme ich eine Ohrfeige. Die erste Ohrfeige erschreckt mich. Wie bitte? Was war das? Was hat er da gerade gemacht? Ich bin fassungslos, obwohl es nicht weh getan hat. Ich bin etwas ängstlich. Bitte bitte nicht nochmal! Ich versuche mein Gesicht zu verstecken, weiß aber auch genau, dass diese drei Menschen es gut mit mir meinen und auf mich aufpassen. Ich rieche den vertrauten, herrlichen Duft meines Mannes neben mir. 

Dir wird nichts passieren. Nicht viel Zeit nachzudenken, denn Andy und Nora verwöhnen mich mit Küssen, Streicheln, auf dem Mund, auf die Muschi. Einige Zeit später verspüre ich wie aus dem Nichts den tiefen Wunsch Leon zu dominieren und richte mich vor ihm auf. „Zu schade, dass ich Dich nicht dominieren kann. Ich würde so gerne…!“ Obwohl ich nichts sehe, packe ihn ihn zielstrebig an seinen Haaren und versuche ihn runter zu drücken.

Was für eine Freude, dieses gegenseitige Ringen um Macht, wie sich von Kopf bis Fuß alle Muskeln anspannen, die Kraft durch den ganzen Körper strömt. Doch ich bin eindeutig unterlegen. Wiederholt gibt Leon mir eine Ohrfeige und dieses Mal bricht ein Schwall an Empörung aus mir heraus, wie ich es noch nie bei mir erlebt habe. Ich bin weder wütend noch verletzt, sondern einfach außer mir und beschimpfe ihn: „Du Schwein! Das machst Du nicht nochmal, du Sau!“

Szenenwechsel. Nora schmiegt sich an mich, wie eine geschmeidige Katze. Ich liege auf dem Bett und auf einmal fühle ich ihren Körper über mir, fühle ihre warmen, weichen Lippen auf den meinen. Küssen mich zärtlich immer wieder und immer wieder. Wie anders das doch ist. Unsere Körper berühren sich und voller Ehrfurcht vor diesem anmutigen, zarten Wesen, schlinge ich meine Arme um sie. Die Augenbinde drückt sanft auf meine Augenlider und ich sehe eigentlich schwarz, doch in diesem Moment eröffnen sich vor meinem inneren Auge unendliche Weiten. Eine Tür zu einer neuen Welt geht auf und ich sehe strahlendes Licht und bunte Farben in Blumenmustern aufleuchten. Immer und immer wieder flüstere ich: „Mein Gott, ist das schön, wie ist das schön! Woher weißt Du nur, wie ich das mag?“ Ich bin im Paradies, das ist das Paradies!!!

Voll tiefer Bewunderung erkunden meine Hände zärtlich ihren Körper. Mit spitzen Ohren lausche ich ihrem leisen Atem und versuche daran heraus zu finden, was ihr gefällt. Ich streiche ihr über das Haar, greife fester hinein und sie stöhnt auf. „Ah, Du magst es also etwas fester. Verstehe…“ Leon und Andy weise ich an, den Raum zu verlassen, da wir sie nun nicht mehr bräuchten. Wir beginnen unsere Becken langsam zu kreisen, ich spüre ihren warmen Atem an meinem Gesicht… Mein erstes Mal mit einer Frau: Ich glaube ich bin Zuhause angekommen. Ja, dies ist ein Teil von mir und ich habe ihn endlich gefunden. 

Wie es weiter ging und in welcher Reihenfolge was mit mir weiter geschah, kann ich Euch nicht mehr genau erzählen… Irgendwann löst Leon die Fesseln von meinem Oberkörper und langsam komme ich „zurück“. Die Augenbinde wird mir abgenommen und alle drei sitzen auf dem Bett um mich herum.

Ich grinse so breit in die Runde wie an meinem Geburtstag und fühle nur eins: tiefe Dankbarkeit für dieses unglaubliche Erlebnis. Strahlend sage ich in die Runde: „Lasst uns bitte alle hier zwei Stunden schlafen und dann weiter machen!“

Leon lacht und lässt schnell noch ein Seilende über mein Intimbereich gleiten. Augenblicklich stöhne ich laut auf, fühle wie mein ganzer Unterleib sich zusammen zieht und rolle mich vor Lust zusammen… Eine kleine Prophezeiung, wie es weiter gehen kann. Lasst die Nachtschicht beginnen… 

 

7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Da wäre ich gerne an Leons Stelle. 😉

    Gefällt 2 Personen

  2. transomat sagt:

    So romantisch kann man Porno beschreiben. Kompliment Madame

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  3. sehr sehr geil geschrieben…love and peace

    Gefällt 1 Person

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