25. Mein Weg zum Ersten Gang-Bang… Teil 1

Es gibt einige Übeltäter in meinem Bekanntenkreis. Oder vielleicht doch wohl gesonnene Gärtner? Diese Menschen erlauben sich, beinahe von mir unentdeckt, behutsam kleine Samen in nahrhaften Boden zu streuen.

Möglicherweise wachsen diese Gewächse eines Tages zu kräftigen Pflanzen heran und tragen süße Früchte? Manchmal weiß ich nicht, ob ich ihnen danken oder sie verfluchen soll. Die Versuchung diese über Wochen ausgereifte Frucht zu kosten, raubt mir nächtelang den Schlaf. Tagsüber bin ich teilweise unkonzentriert und fahre mit meiner Zunge über die Lippen bei dem Gedanken, an diesen einzigartig verführerischen Geschmack dieser saftigen Frucht… 

Einer von diesen Übertäter… oder doch Gärtnern ist Luis, der blonde Herr, der vor drei Monaten die Geburtsstunde meiner Willigkeit per nächtlichem Chat mit begleitet und erlebt hat und mir diesen schmutzigen Satz entlockte: „Ich glaube, ich brauche ein Schlampenszenario!“ Er hat in diesem Gespräch kurz das Thema Gang Bang erwähnt, welches ich sofort abgetan habe: „Das ist viel zu extrem für den Anfang! Auf keinen Fall!“ (Anti-Moral-Training um Mitternacht)

Einen guten Monat später, auf einer sechststündigen Fahrt zu einem Auftritt von mir, habe ich eine langjährige Bekannte gelöchert, denn sie ist sexuell sehr frei und hat so gut wie alles schon einmal ausprobiert. Nachdem ich etwas schüchtern sage: „Naja, ich glaube ein Gang Bang wäre wahrscheinlich für mich nicht das richtige, oder?.“ Antwortet sie pragmatisch: „Es ist schon lustig, wenn man herumgereicht wird und jeder macht bisschen etwas mit einem. Ich brauche es nicht noch einmal aber probiere es doch selbst aus!“ Ihre Freiheit ist ansteckend und erfrischend. 

Einige Tage später sitze ich entspannt im Urlaub mit Meerblick an meinem Laptop, bearbeite die Aufnahmen eines erotischen Hörbuches und plötzlich denke ich mir: „Irgendwie lässt mich dieses Thema Gang Bang nicht los. Recherchiere doch einfach mal im Internet, Hazel. Kann doch nichts passieren. Du hast ja noch nicht wirklich eine Idee, was das bedeuten könnte.“ 

Gedacht, getan: Ich entdecke ein Video von knapp einer Stunde. Gespannt und mit großen, neugierigen Augen klicke ich auf „Play“ und die Show beginnt: Eine Frau steht vor vier Männern in einem Backshop und sucht Bewerber für zwei freie Stellen. Das Bewerbungsverfahren nimmt jedoch eine überraschende Wendung. Erstaunlich… was für eine witzige Geschichte drum herum! Da hat sich ja sogar jemand richtig Gedanken gemacht. Habe schon Ewigkeiten keinen Porno mehr geschaut, da mir diese Aspekte wie Natürlichkeit und eine schöne Geschichte immer fehlen. Vielleicht sollte ich doch hin und wieder mal stöbern?

Von der ersten Sekunde an gefallen mir beide Szenarien des Videos gleichermaßen: Sowohl die Vorstellung davon, so wie die Hauptdarstellerin einige, gierige Männer „in der Hand“ zu haben und mit ihnen nach Lust und Laune zu spielen, als auch von ihnen „überfallen“ zu werden, einfach hoffnungslos ausgeliefert zu sein.

Andy antwortet auf meine Frage hin, wie er das fände für mich einige Männer auszuwählen, die mit mir vor seinen Augen Sex haben dürften: „Wäre nicht abgeneigt und die Vorstellung fände ich irgendwie aufregend.“ 

Wieder Zuhause angekommen, kann ich nicht mehr tatenlos abwarten und schreibe dem ersten Übeltäter Luis eine Nachricht, ob er nicht jemanden kenne, der private Gang Bangs organisiere, denn „öffentlich“ auf einer Party kann ich mir das noch weniger vorstellen. Prompt kommt die Rückmeldung mit einem Kontakt und noch am selben Tag telefoniere ich mit ihm. Für mich ist das alles noch sehr neu und aufregend, doch für Marc ist das Routine. Seine Nüchternheit, sein Pragmatismus tut gut. Ich lege den Hörer auf und meine Wangen glühen vor Aufregung. Himmel, das geht zu schnell. Jetzt liegt es also nur noch daran ihm einen Termin anzugeben, meine Vorlieben und Grenzen aufzuschreiben und er kümmert sich um alles? Das klingt zu schön um wahr zu sein!

Nervös tänzele ich zu Andy und schildere ihm kurz das Gespräch: „Andy, wollen wir das eigentlich wirklich?,“ frage ich ihn. Auch er fährt sich nachdenklich aber grinsend durch die Haare: „Puh, jetzt gib mir ein paar Tage Zeit und ich muss mir das nochmal durch den Kopf gehen lassen.“

Mein Unterbewusstsein hat bereits eine Entscheidung getroffen. Oder haben meine Dämonen einen geheimen Packt mit ihm geschlossen à la:  „Wir werden sie in ihren Träumen und Gedanken so lange malträtieren, bis sie nachgibt und keine andere Möglichkeit hat, als sich unserer dunkeln Macht zu beugen, als dass Hazel ihre Grenzen erweitert und wir sie in die Welt ihrer verbotensten und schmutzigsten Fantasien führen.“?

In noch dieser Nacht fühle ich mich wie besessen von meinen Dämonen und wälze mich zwischen Kissen und Decken ruhelos hin und her. Kaum schließe ich die Augen, öffnet sich der schwarze, schwere Vorhang. Ich stehe mit verbundenen Augen in High Heels vor einer verschlossenen Tür. Mein Herz hämmert mir bis zum Halse und kleine Schweißperlen kullern mir die Taille hinab vor Angst, Nervosität und Unbehagen. Dumpfe, tiefe Männerstimmen erklingen und ich höre bereits Marc die Männer instruieren, wie sich mich zu behandeln haben. Meine Handgelenke sind hinter meinem Rücken fixiert und ich spüre den sanften Druck der warmen, vertrauten Hände meines Mannes an den meinen. Jetzt stehe ich also hier und wir werden es tun. Ununterbrochen sprechen mir meine Dämonen Mut zu:  Hazel, Du hast im Leben schon so viel gemeistert und alles durchgezogen was Du wolltest. Du bist eine starke Frau in all ihren Facetten. Bereits in den letzten Monaten hast Du erfahren, wie befreiend es ist, die eigene Schattenwelt zu erforschen und die Grenzen zu erweitern. Jetzt kriegst Du was Du dir wünscht, die süße Frucht ist zum Greifen nah, also sei kein Feigling sondern greife beherzt zu! Wir führen Dich geradewegs über die Pforten jeglicher Moral hinab in unsere dunkle Wunderwelt und sei gewiss: Hier gibt es nicht nur eine einzige süße Frucht, die Du kosten wirst. Der Geschmack wird Dich süchtig und frei machen…  

Fortsetzung folgt!

9 Kommentare Gib deinen ab

  1. transomat sagt:

    Ja Hazel, Der Geschmack wird Dich süchtig und frei machen. Du wirst es sicher richtig genießen das zu tun was die moderne, erfolgreiche, feministische Frau NIEMALS tun darf. Das ist doch der Kick. Reiße Tabus ein und genieße es.

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    1. Danke Dir! Ja, völlig verpöhnt… Wir werden sehen wie es weitergeht 🙂

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  2. Muss ein irres Gefühl sein.

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    1. 🙂 Du sagst es… Und diese Träume hören auch nicht auf. Das macht einen verrückt.

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      1. Ich kannte zwei Frauen, die auch Gang bang Fantasien hatte. Für die eine ist es immer noch so und die andere hat sich den Traum im Swingerclub verwirklicht.
        Für mich wäre das nichts, auch nicht als beteiligter Mann.

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      2. Hm… Ja, das wäre auch eine Möglichkeit. Bis dato hat sich mein Motto: Ausprobieren“ bestätigt. Meist war ich, sowie mein Mann hinterher ziemlich ernüchtert: „nett, aber brauche ich nicht unbedingt so bald wieder!“

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  3. LuC A. sagt:

    Na, da bin ich wirklich gespannt, wie es war. Meine Freundin, die das Thema in ihrer Fantasie auch antörnt, die aber noch vor der Wirklichkeit zurück schreckt, weil in Swingerclubs usw. oft die fremden Männer (so fürchtet sie) alt und unattraktiv sind und auch überhaupt in der Szene. Hinzu kommt auch mein Gefühl. Da würde mich auch das Deines Freundes interessieren danach. Denn ich finde die Vorstellung in der Fantasie schon erregend, aber fürchte, wenn ich es mit ihr sehen würde und sie würde es auch noch genießen, würde es etwas zwischen uns zerbrechen. Ihre Polyneigung ansich ist schon schwer zu ertragen, obwohl sie es nicht aktiv auslebt, aber für neue Erfahrungen offen bleiben will. Was ich grundsätzlich toll finde und auch mit anderen Frauen selbst gelebt habe. Bei ihr jedoch empfinde ich zu tief. Ich denke daher es geht nur in lockeren und nur rein sexuellen Beziehungen.

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    1. Hallo Luc, vielen Dank für Deine Zeilen und schön, dass Du meine Gedanken und Erfahrungen gelesen hast. Ich kann Eure Bedenken sehr gut nachvollziehen und dies geht vielen Paaren so. Genau diese Angst hatte ich zu beginn auch: Das starke Band unserer langjährigen Beziehung könnte beschädigt werden. Nun, nach einigen Wochen, kann ich Dich beruhigen: Wir lieben uns mehr als zuvor und diese Großzügigkeit, dem anderen die Erfüllung der wildesten Fantasien zuzugestehen, schweißt uns noch enger zusammen. Und es gibt durchaus ebenso viele gut aussehende, charmante Herren in der Szene bzw. auch Veranstaltungen mit Altersgrenzen. Das ist keine Ausrede.. 😉

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      1. LuC A. sagt:

        Danke, aber ich weiß nicht, ob ich es nicht auch nicht gut fände, wenn es mir egal wäre was sie treibt und andersherum besteht nicht die Gefahr, auf längere Dauer (also mehr als ein paar Wochen) und anhaltenden Spass deinerseits, dass Du es immer brauchst und es mit Deinem Partner langweilig wird?
        Würdest Du andersherum, wenn er ständig mit mehreren Frauen Sex hätte, das auf Dauer gut finden?
        Wie gesagt, ich hatte schon solche Beziehungen und gegenseiteig Freiheit mit anderen Partnerinnen, aber es war klar nur gegenseitiger Spaß. Wenn Liebe hinzu kommt,
        empfinde ich zumindest anders.

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