28. Mit einem Liebhaber im Swinger Club Teil 3 – Am Haken

Fortsetzung von Teil 2.

Stocksteif und wie erstarrt stehe ich also da und weiß nicht so Recht wie mir geschieht. Krampfhaft klammere ich mich links und rechts mit beiden Händen an die kühlen Metallketten und versuche mit diesem fremden, ungewohnten, unangenehmen Gefühl einer Kugel im Hintern klarzukommen.

Währenddessen verknotet der Käpt’n diesen Haken mit meinem bereits verschnürtem Oberkörper, sodass sich ein Seilstrang über meinen Rücken erstreckt. Jede kleinste Bewegung, jedes Ruckeln lässt mich leise wimmern. 

Kaum ist er mit dem Befestigen fertig, hat er weitere Pläne: Er nimmt vorsichtig meinen linken Arm und löst den Ring der Handfessel vom Karabinerhaken. „Nein, lass mich in Ruhe. Nicht bewegen. Ich will hier stehen bleiben. Bitte!“, flehe ich innerlich. Meine Rechte Hand will sich nicht von der Kette lösen und der Käpt’n braucht einige Male bis ich locker lasse.

Er führt mich in eine geschützte Ecke des Zimmers in der ein großer Käfig mit rotem Polster obenauf steht. Ganz langsam und behutsam folge ich ihm. “Hier musst du jetzt draufkommen!“, lautet die nächste Aufgabe. Oh je, keine leichte Übung! Ich probiere verschiedene Möglichkeiten aus, doch ohne Erfolg. Aber mein Ehrgeiz hat mich gepackt. „Ich finde schon eine Lösung!“, antworte ich und verzichte auf seine helfenden Hände. Die Gitterstäbe des Käfigs, in den ich unbedingt auch einmal hineinkriechen möchte, nutze ich gut aus und klettere vorsichtig und langsam mit Bedacht hinauf. 

Kaum habe ich mich bäuchlings auf mein Handtuch gelegt und genieße mit geschlossenen Augen diesen Moment der Entspannung nach all dieser Aufregung, springt mir der nackte, große Schwanz des Käptn`s mir beinahe mitten ins Gesicht.

Überrascht über meine plötzliche neue Welle der Erregung, die dieser Anblick in mir auslöst, stöhne ich leicht auf. Oh, wie sexy das doch ist hier so vor ihm zu liegen und keine andere Wahl zu haben. Warum macht mich das so an seinen Schwanz direkt vor mir zu sehen und zu fühlen, wie seine Hand meinen Kopf in seine Richtung drückt?

Willig und gierig beginne ich zu saugen und genieße es in vollen Zügen. Gerade als es beginnt Spaß zu machen, zieht er seinen Schwanz aus meinem Mund heraus und fast wehmütig sehe ich ihm hinterher. Leises Lachen des Käpt`ns. Zielstrebig zieht er meine Beine auf den Boden, sodass mein Oberkörper bäuchlings auf der hüfthohen Matte liegt und mein blanker Hintern entblößt vor ihm liegt. „Für mich, Hazel. Zähle laut!“ Ja, ja, ja, ich tu alles für Dich Käpt`n. Ich liebe Deine Stimme, liebe diese Befehle und bin für alles bereit. 

Klatsch, landet der erste Peitschenhieb auf meinem Po und nach dem der erste, leichte Schmerz  nach einigen Sekunden abklingt, beginne ich zu zählen. „1.“

Was für ein Genuss für jemanden etwas zu ertragen, mit Spanking gemeinsam die feinen Nuancen der Grenze zwischen Schmerz und Lust abzutasten, die wohlige Wärme zu spüren, nach dem der stechende, brennende Schmerz nach lässt. Ich liebe es!

Und doch geht mir die ein oder andere Zahl schwer über die Lippen. Schließlich ist dies der Einsatz, das Zeichen für meinen Herren, erneut zuzuschlagen und ich füge mir somit selbst, freiwillig Schmerz zu. „Ihnen hat es wohl die Sprache verschlagen, Frau Singer!“, tönt es vorwurfsvoll neben meinem Ohr. „9“, erklingt etwas kläglich meine Stimme.

Dann höre ich plötzlich nichts mehr.

Plastik knistert leise rechts an meinem Ohr.

Er reißt eine Kondompackung auf.

Ahh, ich weiß, was jetzt kommt. Sofort kann ich das Geräusch zuordnen und augenblicklich zieht sich mein Unterleib krampfartig zusammen, nur bei der Vorstellung ihn gleich in mir zu spüren.

Herr Gott im Himmel, ich brauche Dein Paradies nicht, ich habe es hier gerade auf Erden! Nichts als die verbotensten Sünden führen mich gerade Dank der dunklen, schmutzigen Wunderwelt meiner Dämonen hinauf in den Himmel!

Lautes Stöhnen und Schreie entweichen mir unentwegt, während er sich immer wieder tief in mich hinein stößt und somit die Kugel des Hakens in meinem Hintern raus und rein schiebt. Doch dies war erst ein Vorgeschmack…

Er lässt von mir ab und ich versuche mich schwer keuchend zu beruhigen. Sachte hilft er mir auf und möchte eine kleine Pause an der Bar einlegen. Bis jetzt habe ich all dies hier in der „Öffentlichkeit“ gut ertragen aber mit einem Analhaken gefesselt und nur in Strümpfen und Strapsen zwischen all den Leuten herumlaufen? Ich muss mich ja sogar in der Sauna ein bischen überwinden. Mein Herz pocht wild vor Nervosität und ich druckse etwas herum. Der Käpt`t grinst nur breit und scheint meine Situation sichtlich zu genießen. Ich atme tief durch und mir ist beinahe übel vor Aufregung und Überwindung. Ich denke: 

„Das Leben ist zu kurz um auf der Reservebank zu versauern. Ganz oder garnicht. Das was Du Du angefangen hast, machst du zuende und spielst das Spiel jetzt mit, Hazel! Nur so kannst du Neues im Leben und über Dich entdecken.“ 

Ich trete aus dem Raum, tapse an den Rand des 10-Meter-Turms, nehme all meinen Mut zusammen, gebe ich mir einen kräftigen Ruck und springe! Mit Bedacht setzte ich vorsichtig einen Fuß vor den anderen, gehe, um diesen Zustand halbwegs zu ertragen, mit stetig leichtem Hohlkreuz und ausgestrecktem Hintern den Flur entlang meinem Käpt`n hinterher Richtung Bar. 

Mein Blick ist gesenkt oder stur gerade aus gerichtet. Nicht ein einziges Mal wage ich es anderen Menschen in die Augen zu sehen. Als dann auch noch die Chefin des Hauses freudig auf mich zukommt und mich anspricht, würde ich vor Scham am liebsten im Boden versinken. „Schön Dich zu sehen und wie ich wohl richtig erkenne, hast Du eine Menge Spaß, heute.“ 

Glücklicherweise plaudert sie so frisch und locker daher ohne ihren Blick von meinen Augen zu wenden, ohne meinen Zustand zu mustern, so dass ich es erstaunlicherweise schaffe nicht knallrot anzulaufen. „Schließlich ist es für mich das normalste auf der Welt und hier sind alle Gäste gleich!“ 

„Da haben wir es, meine Liebe. Von wegen, Du bist für alles bereit und nun selbstbewusst vor anderen Menschen Dich in jeglichen Zuständen schamlos zu zeigen! Das war alles nur Gerede vorhin. Angeberei. Es gibt noch so viel für uns zu tun, Hazel! Das war erst der Anfang!“, ertönen meine Dämonen in meinem inneren Ohr. 

Der Käpt`n und ich wechseln einige Worte und nun scheint ER entspannt und ICH nervös. Ich versuche mich hinter ihm in der Ecke zu verstecken und klammere mich an mein Cola-Glas. Er bestellt sich einen Wein und wäre ich nicht mit dem Auto gekommen, hätte ich liebend gern zwei Gläser hintereinander geleert. 

Eigentlich kennen wir uns kaum, doch fühle ich mich ihm so nah, so sicher und aufgehoben, dass ich mich langsam etwas entspanne. Niemand lacht mich aus, niemand macht einen unangebrachten Kommentar und es tut gut ein wenig in die Realität zurück zu kehren. „Es ist wirklich sehr entspannt mit Dir, da Du verheiratet bist, Hazel!“ Jetzt grinse ich breit! Ja, ich hätte auch nicht gedacht, dass dies alles so unkompliziert sein kann. 

Würde er nicht immer wieder während unseres Gespräches leicht an dem Seilstrang hinten an meinem Rücken nesteln, sodass ich mich mit aller Kraft zusammen nehmen muss, um nicht laut aufzustöhnen, könnte ich mich noch eine Weile so mit ihm unterhalten. Vielleicht eine kleine feine süße Rache?„Diese Gegend ist eine ganz schön erogene Zone.“, sagt der Käpt`n und zum ersten Mal im Leben spüre ich dies ganz deutlich:

So versaut es auch ist, es gehört für mich ab jetzt zu meiner Sexualität dazu! Hier stehe ich nun wie auf dem Präsentierteller, jeder kann sehen, dass mir dieser Zustand Lust bereitet und ich werde feucht!

„Ich würde gerne ein Foto für Dich von Dir machen. Mir gefällt Dein Hintern!“. Ich muss grinsen und sehe in einen Spiegel. Tatsächlich gefällt mir der Anblick überraschenderweise selbst auch. Überhaupt hätte ich all zu gern das ein oder andere Foto von unserem Spiel machen lassen und später gesehen. 

Ein weiteres Mal greift seine Hand an meinen Rücken und er bewegt den Haken leicht hin und her. Sofort bebt mein ganzer Körper auf vor Lust. Hmm, so unangenehm und so erregend und… ah, nein, und jetzt schiebt er hier vor all den Leuten auch noch einen Finger in meine bereits wieder so feuchte Muschi. „Hör bitte auf!“, hauch ich mit halb geschlossenen Augen und vergraben mein Gesicht an seiner Brust. „Das ist so gemein!“, doch er grinst nur breit und nimmt mich an der Hand: „Du bist so leicht zu lesen. Dein Atem zeigt sofort was Dir gefällt. Ich glaube, es ist an der Zeit weiter zu spielen! Komm mit!“ 

Ich sehe an die Wand auf die Uhr: es ist tatsächlich genau Mitternacht, lasst die nächste Schicht beginnen…

Teil 4 folgt in Kürze. 

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. transomat sagt:

    Es ist einfach zu geil Hazel, wie Du Dich von Konventionen befreist. Gerade diese Dinge in der Öffentlichkeit auszuleben ist einfach nur schön.
    Das aufschreiben und veröffentlichen der Erlebnisse ist doch bestimmt auch noch einmal richtig geil.
    Danke Das Du mich und die Welt teilnehmen lässt.

    Gefällt 1 Person

    1. You`ve made my day ;-)! Danke! Ja, das alles nochmals vor dem inneren Auge abzuspielen und aufzuschreiben ist nicht so leicht im Zuge der ständig wiederkehrenden Lustschauer ;-). Andererseits, wenn ich eine Geschichte dann fertig geschrieben habe, fühle ich mich runder und kann mich wieder besser auf anderes konzentrieren. UND während des Schreibens wird mir erst bewusst, was das Erlebte bedeutet und wie ich mich dadurch entwickelt habe…

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